Nebelreich

 

Die Nebel, sie hocken,
In grauweißen Schwaden, überall.
Verkriechen sich in allen Ecken,
Sind des Gemütes Last und Qual.

In dunklen Nischen lauern sie
Wabernd, formlosen Geistern gleich.
Gib acht! Denn sonst entführen sie
Dich in ihr kaltes Gespensterreich.

Dort bist du zu Gast,
Umgeben von Gebeinen.
Denn des Baumes Ast
Mag dir als Gerippe erscheinen.

Nichts rührt sich, kein Laut ist zu hören.
Furcht beschleicht dich und du könntest schwören,
Die Geister, sie haben dich in Jenseits gebracht,
In des Lebensendes düstere Nacht.

Doch leis‘ entschweben all die Schatten,
Hebt sich der Nebelschleier Dunst.
Befreit von des Schreckens eisigem Atem
Fühlst du voll Freude des Lebens Gunst.